Der Streit um den Salzfluss
Tacitus berichtet für das Jahr 58 von einer Schlacht um einen Fluss, der Salz hervorbringt. War es die Werra bei Sooden? Die Antwort vorweg: möglich, aber nicht bewiesen — und wer es behauptet, behauptet mehr, als die Quelle hergibt.
Die Frage, und was von ihr zu entscheiden ist
Gefragt ist: Meinte Tacitus, als er für das Jahr 58 von einem Krieg um einen salzführenden Grenzfluss schrieb, die Werra bei Sooden?
Die Antwort, so ehrlich wie sie zu haben ist: Es ist möglich, bewiesen ist es nicht. Tacitus nennt weder einen Fluss noch einen Ort noch eine Landschaft. Seit dem 16. Jahrhundert wird die Stelle auf diese Gegend bezogen, und die hessische Landesforschung hat das im 20. Jahrhundert wieder aufgenommen — aber schon 1955 hieß es in einer der gründlichsten Untersuchungen dazu, eine nähere Bestimmung des Schlachtortes bleibe „ergebnislos“.7
Entscheidbar sind dagegen Einzelfragen: Was steht wirklich in der Quelle? Welche Orte wurden vorgeschlagen, von wem und mit welchem Argument? Und was sagt der Boden?
Wie wir arbeiten. Wir sagen bei jedem Satz, woher er kommt, und benennen die Lücken, statt sie zu füllen; was wir nur aus dem Nachweisapparat eines anderen kennen, heißt „zitiert nach“. Am Ende stehen vier Stufen: bezeugt, erschlossen, nicht belegt, nicht widerlegt.
Was Tacitus schreibt
Die Stelle steht in den Annalen, Buch XIII, Kapitel 57, und sie ist kurz. Im selben Sommer, heißt es dort, hätten Hermunduren und Chatten eine große Schlacht geschlagen — „Eadem aestate inter Hermunduros Chattosque certatum magno proelio“ —, weil beide mit Gewalt an sich bringen wollten, was zwischen ihnen lag: „dum flumen gignendo sale fecundum et conterminum vi trahunt“, einen Fluss, der an Salzerzeugung ergiebig und zugleich Grenze war.1
Dann folgt, was die Stelle für die Salzgeschichte so wertvoll macht. Beide Seiten, schreibt Tacitus, hätten geglaubt, an solchen Orten sei der Himmel besonders nah und die Gebete der Sterblichen würden nirgends näher gehört; aus der Gunst der Götter komme in eben diesem Fluss und in eben diesen Wäldern das Salz hervor. Es entstehe nicht wie anderswo aus verdunstendem Meerwasser, sondern indem man Wasser über einen brennenden Holzstoß gieße — „aus einander entgegengesetzten Elementen, Feuer und Wasser, geronnen“: „sed unda super ardentem arborum struem fusa ex contrariis inter se elementis, igne atque aquis, concretum“.1
Den Ausgang berichtet er in einem Satz: Für die Hermunduren sei der Krieg glücklich verlaufen, für die Chatten verderblich, weil die Sieger das gegnerische Heer dem Mars und dem Merkur geweiht hätten — und dieses Gelübde bedeutete, dass Pferde, Männer, alles Lebende der Vernichtung anheimfiel.1
Das Verfahren, und warum es für die Glaubwürdigkeit zählt
Das Sieden über offenem Feuer, das Tacitus beschreibt, ist keine Erfindung und keine literarische Ausschmückung. Plinius der Ältere nennt dieselbe Technik nüchtern und ohne jede Deutung: In Gallien und Germanien gieße man Salzwasser über brennende Holzscheite — „Galliae Germaniaeque ardentibus lignis aquam salsam infundunt“.2 Tacitus kennt also ein tatsächlich geübtes Verfahren; er legt nur eine religiöse Deutung darüber. Das stützt die Sache — über den Ort sagt es nichts.
Was Tacitus nicht schreibt
- Kein NameWeder der Fluss noch ein Ort noch eine Landschaft wird genannt. Das Wort, aus dem „Grenzfluss“ wird, ist conterminum — angrenzend, eine gemeinsame Grenze bildend.1
- Keine ZahlDie oft genannten 60.000 Gefallenen stehen nicht hier. Sie stehen in der Germania, Kapitel 33, und betreffen die Brukterer, die von ihren Nachbarn vernichtet wurden, während Römer zusahen.3
- Keine SalineVon einem Salzwerk, von Siedehütten oder von einer Stadt ist nicht die Rede, sondern von einem Fluss und von Wäldern.1
Die Kandidaten
Vorgeschlagen wurden im Lauf von anderthalb Jahrhunderten vier Gegenden. Keiner der Vorschläge stützt sich auf einen Fund oder eine zweite Quelle; alle stützen sich auf Überlegungen zum Siedlungsgebiet der beiden Stämme.
| Ort | Vertreten von | Argument |
|---|---|---|
| Werra bei Allendorf und Sooden | Johannes Rhenanus 1586; seit 1938 die hessische Landesforschung56 | Die Werra als alte Grenze zwischen Chatten und ihren östlichen Nachbarn; die Soodener Solequellen als nächstliegender Streitgegenstand |
| Werra bei Salzungen | Ferdinand Haug 1912 in Paulys Realencyclopädie8 | „Dieser Kampf fand wohl bei Salzungen an der Werra statt“ — dieselbe Flusslinie, aber die thüringischen Solequellen |
| Fränkische Saale | unter anderem Hans Silberborth 19409 | Die Hermunduren saßen nachweislich auch am oberen Main; dann liegt die fränkische Saale näher als die Werra |
| Mittlere Saale bei Halle | Walther Schulz, referiert bei Silberborth 19409 | Die Bodenfunde westlich der Saale zeigten keine hermundurischen Spuren; Halle ist zudem der einzige Ort mit großen Salzfunden |
Die neueste archäologische Bestandsaufnahme zum Salz im vor- und frühgeschichtlichen Mitteleuropa fasst den Stand so: Die Notiz beziehe sich wahrscheinlich auf einen Ort zwischen fränkischer Saale, Werra-Oberweser und mittlerer Saale, „möglicherweise auf das thüringische (Bad) Salzungen a. W. oder das hessische (Bad) Sooden a. W.“ — die Lokalisierungsversuche seien „kontrovers“.10 Mehr Festlegung gibt es nicht.
Wie die Zuordnung nach Allendorf kam
Sie ist älter als die moderne Forschung, und sie hat einen Namen: Johannes Rhenanus, Pfarrer und Salzgraf in Sooden, führt sie 1586 im ersten Buch der Salzbibel ausführlich aus — gegen Halle und gegen Frankenhausen, mit Quellenkritik und Geländebefund. Sein stärkstes Argument ist eines, das bis heute trägt: Die Chatten hätten eigene Salzbrunnen gehabt und seien zu klug gewesen, dafür durch Feindesland zu ziehen. Am Ende seiner Beweisführung nennt er das Ergebnis selbst „Mutmaßungen, Meinungen und Bedenken“.5
In die Breite kam die Geschichte über die Sagensammlungen des 19. Jahrhunderts: Bei den Brüdern Grimm steht die Stelle als Sage Nr. 364 unter dem Titel „Der heilige Salzfluß“, bei Karl Lyncker als „Der Chatten und Hermunduren Streit um den heiligen Salzfluß“ in den hessischen Gauen.17 Von dort ist sie in die Heimatliteratur gewandert — und aus der Literatur in die Prospekte.
Die hessische Landesforschung nahm den Faden 1938 wieder auf, als Rafael von Uslar die westgermanischen Bodenfunde in Keramikgruppen ordnete und eine davon dem hessischen Raum zuwies.6 Wilhelm Niemeyer baute darauf 1955 die bis heute gründlichste Untersuchung der chattischen Stammessitze. Sein Ergebnis in zwei Teilen: Die Werralinie als Grenze zwischen Chatten und ihren östlichen Nachbarn sei begründet, und die Stelle bei Tacitus lasse sich als chattischer Versuch lesen, „eben diese Werralinie in ihre Gewalt zu bekommen“. In derselben Anmerkung hält er aber ausdrücklich fest: „Die hessische Forschung denkt dabei an die Gegend von Bad Sooden-Allendorf“ — eine nähere Bestimmung des Schlachtortes „bleibt aber bei dem Fehlen anderer Nachrichten ergebnislos“.7
Was die Archäologie sagt
Hier wird es unbequem, und zwar für alle Kandidaten gleichermaßen: Für das 1. Jahrhundert nach Christus ist an keinem der vier Orte Salzgewinnung archäologisch nachgewiesen.
- HalleAm besten erforscht und trotzdem zu früh: 2013 wurden in Halle-Giebichenstein dreizehn Solebecken, mehrere Öfen und 5.101 Briquetage-Scherben mit rund 180 Kilogramm Gewicht ausgegraben — datiert auf etwa 1000 bis 800 vor Christus.12 Die datierten Hallenser Belege enden in der frühen Eisenzeit.
- FrankenhausenSalzsieden ist für die jüngere Bronzezeit und die frühe Eisenzeit nachgewiesen. Für die ersten Jahrhunderte nach Christus gibt es nach Auskunft des Regionalmuseums ausdrücklich keine Hinweise auf Salzproduktion.13
- WerraWeder für Sooden noch für Salzungen ist uns ein vorgeschichtlicher oder römerzeitlicher Befund bekannt. Die Werra-Orte erscheinen in der Fachliteratur nicht als Fundplätze, sondern nur als Kandidaten für diese Tacitus-Stelle.10 Der älteste harte Beleg für Salz in Sooden bleibt die Schenkung von 779.
Daraus folgt aber nicht, dass hier nicht gesotten wurde. Salz löst sich in Wasser; im Boden bleibt nichts davon. Nachweisbar sind vorgeschichtliche Salinen nur über Gerätereste, und Siedegefäße sind von gewöhnlicher Siedlungskeramik oft nicht zu unterscheiden. Die Salinenarchäologie hält deshalb fest, es sei „davon auszugehen, dass bislang nur ein geringer Teil der vorgeschichtlichen Salinen nachgewiesen worden ist“.11 Dass in Mitteldeutschland auch in römischer Kaiserzeit Salz gesotten wurde, ist inzwischen immerhin an einem Ort belegt.15
Ein Fund, der gegen Allendorf spricht. Rhenanus’ Argument, die Chatten hätten eigene Salzbrunnen gehabt, ist archäologisch bestätigt — gegen seine eigene These. In Bad Nauheim, mitten im chattischen Kerngebiet, lag eine latènezeitliche Großsaline: Von einem mehrere Hektar großen Komplex wurden 1991 bis 1993 rund 300 Quadratmeter freigelegt, mit Schichten bis vier Meter Dicke und mehreren gut erhaltenen Öfen.14 Wer fragt, warum Chatten wegen Salz nach Osten gezogen sein sollten, hat damit einen Einwand mehr — und keine Antwort.
Das schwächste Glied: die Hermunduren
Alle Lokalisierungen hängen an einer Annahme, die selten mitgenannt wird: dass die Hermunduren im heutigen Thüringen saßen, also westlich bis an Werra oder Saale reichten. Schon Ferdinand Haug musste 1912 einräumen, dass keine antike Quelle Thüringen als ihren Sitz nennt; er rechnete mit einem geteilten Volk, einer Gruppe an der Elbe und einer am oberen Main und an der Donau.8 Tacitus selbst sagt über sie nur, sie seien romtreu und trieben Handel bis ins Innere Raetiens, und bei ihnen entspringe die Elbe.4 Die neuere Forschung bezweifelt überdies die lange übliche Gleichsetzung der Hermunduren mit den späteren Thüringern.18
Wer also sagt, die Werra sei die Grenze zwischen Chatten und Hermunduren gewesen, stützt sich auf eine Kette von Schlüssen, nicht auf eine Nachricht. Das muss die Kette nicht falsch machen. Es heißt nur, dass am Ende kein Beweis steht.
Bilanz
Bezeugt
- 58 n. Chr.Ein Krieg zwischen Hermunduren und Chatten um einen salzführenden Grenzfluss, mit vernichtendem Ausgang für die Chatten.1
- VerfahrenDass Germanen Sole über brennendes Holz gossen, ist unabhängig von Tacitus auch bei Plinius bezeugt.2
- 1586Dass Rhenanus die Stelle auf Sooden bezog und dafür argumentierte.5
Erschlossen
Dass die Werra im 1. Jahrhundert eine Stammesgrenze war — aus dem Drususfeldzug und aus der Kontinuität zur späteren hessisch-thüringischen Grenze.7 Erschlossen, nicht bezeugt.
Nicht belegt
- Der OrtDass die Schlacht an der Werra stattfand, bei Sooden oder sonstwo. Keine Quelle sagt es.110
- Die SalineDass im 1. Jahrhundert in Sooden Salz gewonnen wurde. Es gibt dafür keinen Fund.10
- Die ZahlDass bei dieser Schlacht 60.000 Mann fielen. Die Zahl gehört den Brukterern.3
Nicht widerlegt
Dass es doch hier war. Die Soodener Quellen treten offen zutage, sie liegen an einem Fluss, der Stammesgrenze gewesen sein dürfte, und das Fehlen von Funden ist bei Salz kein Gegenbeweis.11 Konflikte um Salzquellen sind für die Antike auch sonst bezeugt: Ammianus Marcellinus berichtet für 369 von einem Streit zwischen Burgunden und Alamannen um Salzquellen.16 Möglich ist es also. Mehr als möglich ist es nicht.
Was das für „zweitausend Jahre“ heißt. Der Verein sagt: zweitausend Jahre Salzgeschichte — urkundlich seit 779, in der Überlieferung bis zu Tacitus. Das zweite Glied dieses Satzes ist genau das, was diese Seite prüft: eine Überlieferung, keine Urkunde. Wer die Zahl benutzt, sollte den Zusatz mitnehmen.
Was wir nicht erreichen konnten
Nicht im Original eingesehen haben wir den Artikel „Chatten“ im Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, auf den sich die Aussage stützt, keiner der Identifizierungsversuche entspreche dem Tacitus-Bericht hinreichend18, sowie den Aufsatz von Thomas Saile in vollem Umfang10. Nicht ermittelt haben wir die bibliographischen Angaben zu „Kirchhoff“, auf den sich sowohl die Werra- als auch die Saale-Vertreter berufen — eine der beiden Zuschreibungen muss falsch sein. Nicht eingesehen haben wir den Wortlaut der Grimmschen Sage Nr. 364; gesichert sind nur Titel und Zuordnung.17
Stand dieser Seite: 16. Oktober 2026. 18 Nachweise. Die Bilanz unterscheidet vier Stufen: bezeugt, erschlossen, nicht belegt, nicht widerlegt.
Weiterlesen: Salz und Sole · Woher die Namen kommen · Am Brunnen vor dem Tore · Der Eintrag in der Zeitleiste
Nachweise
- ↑ Tacitus, Annales XIII 57. Lateinischer Wortlaut nach The Latin Library. Die Übersetzungen auf dieser Seite sind unsere eigenen und bewusst nah am Wortlaut. Abgerufen am 16. Oktober 2026.
- ↑ Plinius der Ältere, Naturalis historia 31,83, nach Bill Thayers Textausgabe (LacusCurtius). Abgerufen am 16. Oktober 2026.
- ↑ Tacitus, Germania 33: „Super sexaginta milia non armis telisque Romanis, sed, quod magnificentius est, oblectationi oculisque ceciderunt.“ Nach The Latin Library. Abgerufen am 16. Oktober 2026.
- ↑ Tacitus, Germania 41 (Hermunduren als romtreue civitas, Handel in Raetien, Elbquelle bei ihnen) und 42 (ihre Nachbarn). Nach The Latin Library.
- ↑ Johannes Rhenanus, New Saltzbuch, Band 1, Blatt 36r–39v. Handschrift: Universitätsbibliothek Kassel, 2° Ms. Hass. 186; Digitalisat (ORKA). Übertragung und Anmerkungen in der Leseausgabe auf salzbibel.de.
- ↑ Rafael von Uslar, Westgermanische Bodenfunde des ersten bis dritten Jahrhunderts nach Christus aus Mittel- und Westdeutschland, Berlin 1938. — Nicht im Original eingesehen; zitiert nach Niemeyer 1955 (Nachweis 7), der die Keramikgruppen zur Grundlage seiner Zuweisung macht.
- ↑ Wilhelm Niemeyer, Die Stammessitze der Chatten nach Bodenfunden und antiker Überlieferung insbesondere bei Cl. Ptolemäus (= Beiträge zur Stammeskunde Hessens 2), Kassel/Basel 1955, hier S. 11 und S. 13 mit Anm. 36. PDF beim Verein für hessische Geschichte und Landeskunde. Abgerufen am 16. Oktober 2026.
- ↑ Ferdinand Haug, Artikel Hermunduri, in: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft VIII,1 (1912), Sp. 906–908. Volltext bei Wikisource.
- ↑ Hans Silberborth, Die Bewohner Thüringens und insbesondere des Helmegaus bis zum zweiten nachchristlichen Jahrhundert (Kapitel 2 der Geschichte des Helmegaus, Nordhausen 1940). Dort wird die Saale-Vermutung des Prähistorikers Walther Schulz referiert und abgewogen; Silberborth selbst hält fest: „Unmöglich kann man […] die Schlacht ohne weiteres an der Werra annehmen.“ Digitalisat im Nordhausen-Wiki. — Walther Schulz’ eigene Darlegung haben wir nicht ermittelt.
- ↑ Thomas Saile, Salz im ur- und frühgeschichtlichen Mitteleuropa — Eine Bestandsaufnahme, in: Bericht der Römisch-Germanischen Kommission 81 (2000), S. 130–234, hier S. 130 mit Anm. 3–5. — Nicht im Original eingesehen; zitiert nach der frei zugänglichen Vorschau.
- ↑ Uwe Vogt, Bemerkungen zum Stand der archäologischen Salinenforschung, in: Der Anschnitt. Zeitschrift für Kunst und Kultur im Bergbau 50 (1998), Heft 5–6, Miszellen. PDF beim Deutschen Bergbau-Museum Bochum.
- ↑ Florian Michel, Salz im großen Stil — Der prähistorische Salinenbetrieb vom Neuwerk in Halle (Saale), in: Peter Ettel u. a. (Hrsg.), Salz in Mitteldeutschland (= Jenaer Archäologische Forschungen 4), Jena 2018, S. 21–23. — Nicht im Original eingesehen; zitiert nach der frei zugänglichen Fassung des Verfassers.
- ↑ Regionalmuseum Bad Frankenhausen, Abteilung Salz. Abgerufen am 16. Oktober 2026.
- ↑ Zur latènezeitlichen Saline von Bad Nauheim: Vogt 1998 (Nachweis 11) und Saile 2000, S. 138 f. und 142 (Nachweis 10).
- ↑ Norman Döhlert-Albani, Säulenbriquetage und doch keine Eisenzeit. Ein erster Nachweis von Kochsalzgewinnung während der Römischen Kaiserzeit in Mitteldeutschland, in: Ausgrabungen in Sachsen 6 (= Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege, Beiheft 33), Dresden 2018, S. 506–523. — Nicht eingesehen; gesichert sind Titel und Seitenangabe nach dem Inhaltsverzeichnis des Bandes.
- ↑ Ammianus Marcellinus XXVIII 5,11 (Streit zwischen Burgunden und Alamannen um Salzquellen, 369 n. Chr.); zitiert nach Saile 2000, S. 130 (Nachweis 10).
- ↑ Jacob und Wilhelm Grimm, Deutsche Sagen, Nr. 364 Der heilige Salzfluß; Karl Lyncker, Deutsche Sagen und Sitten in hessischen Gauen, Kapitel 2, Der Chatten und Hermunduren Streit um den heiligen Salzfluß. — Wortlaut nicht eingesehen; gesichert sind Titel und Zuordnung nach den Inhaltsverzeichnissen.
- ↑ Wikipedia: Schlacht zwischen Hermunduren und Chatten 58 n. Chr. Dort wird für die Aussage, keiner der Identifizierungsversuche entspreche dem Bericht hinreichend, der Artikel „Chatten“ im Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, 2. Auflage, Band 4 (1981), S. 380 angeführt; ebenso wird dort referiert, dass die neuere Forschung die Gleichsetzung der Hermunduren mit den Thüringern bezweifelt. Beides haben wir nicht im Original geprüft. Abgerufen am 16. Oktober 2026.